Wenn Blogger sich ihr Metier selbst schlecht reden und die Werbeindustrie darauf einsteigt – günstigere Werbung geht nicht. Influencer erleben einen Hype, Blogger sehen sich im aus. Warum ist das so?
Blogger & Influencer sind die neuen Werbefiguren in der Marketinglandschaft. Wer als Unternehmen etwas auf sich hält und am Puls der Zeit sein will, plant sie in seine Marketingkampagnen mit ein.
Denn wo kann man sonst schneller und einfacher seine Zielgruppe authentisch ansprechen. Sie erreichen innerhalb von Minuten und Stunden bis zu Millionen von Menschen. Was sie sagen ist für die Zuschauer richtig und wird ungefiltert akzeptiert.
Das zieht in der Folge viele Unternehmen an, die davon profitieren möchten. Große Influencer werden hofiert und können schon mal ordentliche Beträge für das Zeigen eines Produktes kassieren.
Die Kosten hierfür sind dennoch deutlich geringer als das Schalten einer Print Anzeige oder ein Fernsehauftritt. Sie liegen bei einem Bruchteil dessen und deshalb sind diese „Werbefiguren“ interessant für die Firmen.
Was ist der Unterschied zwischen Bloggern und Influencern? Während Influencer meist nur auf Youtube oder Instagram aktiv sind und dort eine Menge Menschen erreichen, bedienen Blogger mehrere Social Media Kanäle gleichzeitig. Sie haben auf den einzelnen Kanälen vergleichsweise weniger Follower, wenn man alle Kanäle zusammenzählt sind es u.U. mehr als bei Influencern.

Iris Käfer – Bloggerin Kinder-DIY-Trends
Die große Followerzahl von Influencern hat eine magische Anziehungskraft auf Marketingmenschen. Schnell viel erreichen, heißt schneller Erfolg für sich selbst und die eigene Position.
Der Erfolg ist nachweisbar, denn Instagram Zahlen sind offen sichtbar oder werden bei einer Kooperation als Nachweis eingefordert. Blogs sehen sich im Aus, denn die Wirkungsweise ihrer Zuschauerzahlen ist vergleichsweise langsamer, dafür umso nachhaltiger.
Weil derzeit viele Firmen in Influencer investieren, fangen Blogger an, sich ihr Metier selbst schlechtzureden. Verliert das Bloggen an Attraktivität? Hat sich das Leseverhalten geändert?
Hier sägt sich ein wachsender Wirtschaftszweig selbst den Ast ab, auf dem er sitzt. Blogs funktionieren anders. Blogger sind gleichzeitig auf vielen Kanälen aktiv und haben nachhaltigen Kontakt zu den Lesern.
Vertrauensverhältnisse wurden über Jahre aufgebaut und werden fast schon als freundschaftlich bezeichnet. Eine Kaufempfehlung von Bloggern führt oftmals zum direkten Kauf. Weil der Blogger das toll findet oder weil die Bloggerin das auch hat.
Influencer kommen und gehen. Auf Instagram kann man schnell wachsen und auch schnell wieder weg sein. Diese verführerische Art zu werben ist nicht nachhaltig.
Ein Instagram Posting wird in der Google Suche nach einiger Zeit kaum zu finden sein. Ein Blogartikel dagegen noch nach Jahren. Backlinks für Unternehmen werden aufgebaut. Nochmal Nachlesen können für den Interessenten ist möglich.
Blogs leben länger. Blogger arbeiten nachhaltiger und mit mehreren Kanälen. Sie sind für Unternehmen wertvoll – und günstig. Die Angstmacherei Blogs wären auf dem absteigenden Ast wird gerne noch ein wenig geschürt. Und klammheimlich neue Werbepakete mit Bloggern geschnürt.
Blogger sind wertvolle Werbeträger. Sie sind authentisch, haben engen Kontakt zur Zielgruppe und haben oftmals Freunde Status. Sie sind Vertrauenspersonen. Ein guter Zeitpunkt für Unternehmen, in Blogger zu investieren und von ihrem Wachstum zu profitieren.
Foto /Quelle: Käfer Internetdienstleistungen, www.kinder-diy-trends.com